Es ist 03:14 Uhr. Ich starre die Decke in meiner WG an und hasse mich selbst.
Morgen um 10:00 Uhr ist das Referat für „Einführung in die Medienwissenschaft“. Eigentlich kein Ding, oder? Ich habe die Folien fertig, ich habe den Text gelernt. Ich könnte es rückwärts aufsagen.
Aber mein Kopf gibt keine Ruhe.
„Was, wenn ich den Text vergesse? Was, wenn alle sehen, wie meine Hände zittern? Was, wenn ich einfach umkippe?“
Das Overthinking frisst mich auf. Es ist, als hätte jemand ein Radio in meinem Kopf auf volle Lautstärke gedreht. Ich wälze mich hin und her und mein Herz schlägt immer schneller. Ich weiß genau: Morgen werde ich ein übermüdetes Wrack sein.
Ich dachte jahrelang, das bin einfach ich.
„Laura, du bist halt nicht gemacht für die Uni.“
Ich habe mich so dafür geschämt. Ich habe Ausreden erfunden. Ich habe literweise Kaffee getrunken, um wach zu bleiben obwohl ich dadurch nur noch zittriger wurde. Ich habe mich gefühlt wie ein Fehler im System.
Aber ich habe etwas herausgefunden, das mein komplettes Studium gerettet hat.